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 Dr.
med. W. H. Schüssler (1821 - 1898)
Wer war dieser Dr.
Schüssler?
Er wurde am 21. August 1821 in Zwischenahn, im
Oldenburgischen, geboren und wuchs in bescheidenen
Verhältnissen auf. Am 30. März 1898 starb er in Oldenburg
an einem Schlaganfall. Er konnte aus finanziellen Gründen
keine höhere Schule besuchen, doch erwarb er sich
ausgezeichnete Kenntnisse in den alten und neuen Sprachen.
Schon frühzeitig erwachte
in ihm das Interesse an der Homöopathie. Bereits über 30
Jahre alt, begann er sein Studium - ohne Abitur - an den
Universitäten Paris, Berlin und Giessen, wo er bereits nach
zweieinhalbjährigem Studium die medizinische Doktorwürde
erwarb und kurioser Weise das fehlende Abitur erst danach
ablegte.
1857, im 36. Lebensjahr,
erhielt Schüssler die Approbation als praktischer Arzt und
ließ sich in Oldenburg nieder.
In den ersten Jahren seiner überaus erfolgreichen Tätigkeit
widmete er sich ganz der Homöopathie. Er hat in dieser Zeit,
auch durch Veröffentlichungen, viel für die Verbreitung der
Homöopathie getan. Schüssler war aber auch ein Kritiker der
Homöopathie.
Ein Suchender, ein Geist
mit eigenen Ideen, der sich bemühte, 'eine scharf begrenzte
Therapie zu schaffen', eine Therapie mit nur wenigen Mitteln
im Gegensatz zum großen Arzneischatz der Homöopathie.
Seinen jahrelangen
praktischen Versuchen auf diesem Gebiet kamen die neuen
Erkenntnisse der Medizin, die Fortschritte auf physiologischem
Gebiete wie auch das stärkere Bewusstwerden biochemischer
Zusammenhänge entgegen. Sie verhalfen seiner wachsenden Überzeugung
vom Ablauf des Lebens in Gesundheit und Krankheit zum
Durchbruch.
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 Calcium
fluoratum unter dem Mikroskop
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 Silicea
in mikros- kopischer Aufnahme
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Nach Dr. Schüssler (Zellbiologe) beruht die
Ursache vieler Krankheiten auf einer
"Mineralstoffverteilungsstörung".
Sein Gedanke: Sind die chemischen
Abläufe im Mineralstoffhaushalt einer Zelle gestört, kann
eine Zufuhr von Mineralsalzen, in kleinsten Mengen und
speziell aufbereitet, das Gleichgewicht wiederherstellen und
die Funktionsstörungen normalisieren. Ziel der Schüssler-Salze
ist aber nicht die fehlenden Salze zuzuführen. Vielmehr
sollen die Schüssler-Salze einen Reiz für den Organismus
darstellen, das fehlende Mineral besser aus der Nahrung
aufzunehmen.
Dr. Schüssler nutzt dabei eine
spezielle Methode, mit der er die Mineralstoffe so
aufbereitet, dass sie für die Körperzellen zugänglich sind
- das homöopathische Prinzip der Potenzierung. Schüsslersalze
werden als niedrige homöopathische Potenzen in Tablettenform
verwendet. Üblicherweise wird die D6 Potenz (1:1.000.000)
verwendet. Bei Calcium fluoratum (Flussspat), Ferrum
phosphoricum (Eisenphosphat) und Silicea (Kieselsäure) wird
die Potenz D12 verwendet (1:1.000.000.000.000). Auch die D3
Potenz (1:1.000) kommt zum Einsatz.
Durch Zuführung der so aufbereiteten
Mineralsalze wird nach Dr. Schüssler die gestörte
Mineralstoffverteilung im Körper reguliert und die Gesundheit
des Menschen wiederhergestellt. Das Blut bringt auf seinem
Weg durch den Körper also unauffällig ein Angebot an neuen
Vorräten in alle Zellen. Diese können sich je nach Bedarf
herausziehen was sie möchten und direkt verwenden. Durch das
Auffüllen erschöpfter Vorräte, werden Organe wieder voll
arbeitsfähig und produzieren ihrerseits Grundstoffe für
weitere Stoffwechselvorgänge. Der Teufelskreis: Mangel
erzeugt Mangel kann unterbrochen werden.
Nach neuester Erkenntnis besteht das große Plus der Schüssler
Salze darin, dass sie auch Einfluss auf den Austausch zwischen
den Zellen Einfluss nehmen können.
Die Bedeutung der Selbstbehandlung
ist im Steigen begriffen. Seit jeher nehmen die biochemischen
Mittel dabei einen wichtigen Platz ein. Für die
Selbstbehandlung mit biochemischen Mineralsalzen gelten dabei
die gleichen Grundsätze wie für jede Art der Selbsthilfe.
Alle länger anhaltenden Gesundheitsstörungen, schwere
Organerkrankungen, heftige fieberhafte Prozesse, ansteckende
Krankheiten u. a. sind hiervon ausdrücklich ausgenommen. Im
Zweifelsfall sollte Rat und ggf. die Behandlung eines
Therapeuten in Anspruch genommen werden.
Beurteilung der Biochemie nach Schüssler
- Schüsslersalze: Die Wirksamkeit der Schüssler-Salze
ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Patienten mit z.B.
unzureichender Nierenfunktion können besonders durch zuviel
Kalium oder Kalzium Schaden erleiden.
Die 12 Schüssler-Salze:
- Calcium fluoratum (Flussspat)
- Calcium phosphoricum (Kalziumphosphat)
- Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat)
- Kalium chloratum (Kaliumchlorid)
- Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat)
- Kalium sulfuricum (Kaliumsulfat)
- Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat)
- Natrium chloratum (Kochsalz)
- Natrium phosphoricum (Natriumphosphat)
- Natrium sulfuricum (Glaubersalz)
- Silicea (Kieselsäure)
- Calcium sulfuricum (Kalziumsulfat
1 Calcium fluoratum Das
Salz für Bindegewebe, Gelenke, Haut
Hornhaut, Schuppenflechte, rissige Haut, Falten.
Allgemeine Venenerweiterung (Hämorrhoiden,
Krampfadern). Sehnenverhärtung, Schwäche der
Bänder, Knochenerkrankungen.
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7 Magnesium
phosphoricum Das Salz gegen Krämpfe und Schmerzen*
(lt.
Aussagen eines Fachkundigen, ist das Salz Nr. 2
Calcium phosphoricum (auch wie unten schon erwähnt)
ein wichtiges und überaus erfolgreiches Mittel bei
Krämpfen - danke!)
Krämpfe und Schmerzen wie Zahnschmerzen,
Muskelschmerzen, Krampfhusten, Migräne,
Wadenkrämpfe, Blähungen, Hyperaktivität, Erregung
und Unruhe, Schlafstörung, nervöse
Verdauungsstörung (Durchfall, Verstopfung), Juckreiz.
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2 Calcium phosphoricum* Das
Salz für Knochen und Zähne
Störung der Knochenbildung, Knochenbrüche
(unterstützend), Wachstumsschmerzen. Zu langsame
Zahnung, Neigung zu Nasenbluten. Wadenkrämpfe,
Unruhe, nervliche und körperliche Schwäche.
Hautjucken im Alter, Allergien.
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8 Natrium chloratum das
Salz für den Flüssigkeitshaushalt
Störungen des Speichel- und Tränenflusses (zu
viel und zu wenig Flüssigkeit), trockene Haut,
trockene Schleimhäute, Ekzeme mit Bläschen,
Insektenstich, Verstopfung mangels Darmschleim,
wässriger Durchfall, Fließschnupfen, Migräne.
Milchstau bei Stillenden, Kopfschuppen.
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3 Ferrum
phosphoricum Das Salz für das Immunsystem
Verletzungen wie Schürfung, Verstauchung,
Bluterguss, kalte Hände/Füße, leichte Verbrennung.
Zu Beginn bei allen Erkältungskrankheiten.
Beginnender Durchfall und Magenschleimhautentzündung.
Abwehrschwäche, Muskelkater, Gedächtnisschwäche.
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9 Natrium
phosphoricum Das Salz für den Stoffwechsel
Beschwerden mit zu viel Säureproduktion wie
Muskelkater, Sodbrennen, Magenübersäuerung, Störung
der Fettverdauung (Fettsäuren), sauer riechender
Durchfall. Blähung, Gicht (Harnsäure),
Muskelverspannung, Milchschorf, Akne bei fettiger
Haut.
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4 Kalium chloratum Das
Salz für die Schleimhäute
Darm- und Magenschleimhautentzündung. Husten,
Mundausschlag. Sehnenerkrankungen, Entzündungen mit
leichtem Fieber, Gelenkentzündung; Hautausschläge
mit mehlartigem Belag; Stockhusten.
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10 Natrium
sulfuricum Das Salz für die Ausscheidung
Verstopfung, Durchfall (morgens), Blähung.
Nässender Hautausschlag, Akne, erkältungsbedingte
Entzündung mit gelb-grünem Schleim, Frostbeulen,
Hautschwellung, Gelenkbeschwerden (bei feuchter
Witterung). Zu starke Milchbildung und zum Abstillen.
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5 Kalium
phosphoricum Das Salz für Nerven und Psyche
Muskelschwäche, Nervenschwäche, Heimweh,
Platzangst, Ängstlichkeit, Gedächtnisschwäche,
Stimmungsschwankungen. Nervöse Durchfälle und
Verstopfung, Fäulnis im Darm mit Blähungen,
Mundausschlag. Allgemeine Schwäche, kreisrunder
Haarausfall.
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11 Silicia Das Salz
für Haare, Haut, Bindegewebe
Akne, Bluterguss, Haar- und Nagelbrüchigkeit,
Haarausfall. Falten, welke und schlaffe Haut,
Juckreiz, Hühneraugen. Gelenk- und Sehnenerkrankung,
Störung der Knochenbildung, Abwehrschwäche.
Schwitzen.
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6 Kalium sulfuricum Das
Salz für die Entgiftung
Chronische Entzündung mit gelben Schleim/Eiter,
unterstützt köpereigene Entgiftungsvorgänge,
stärkt die Leberfunktion, chronische
Schleimhautentzündung (Stirnhöhlenkatarrh,
Rachenentzündung), Ekzeme, Schuppenflechte, Akne,
chronische Gelenkentzündung, Kältegefühl.
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12 Calcium sulfuricum Das
Salz für die Gelenke
Akne und allgemein Haut- und Schleimhauteiterungen
wie Stirnhöhlenentzündung, hartnäckiger chronischer
Schnupfen, chronisch-rheumatische Erkrankungen, Wachstumsstörungen
der Knochen.
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Der Unterschied zur Homöopathie besteht darin, dass bei
der Biochemie die dem Menschen fehlenden Mineralstoffe auf der
Funktionsmittelebene durch feine Gaben ergänzt werden, während
in der Homöopathie das Mittel nach dem Ähnlichkeitsprinzip
gesucht wird; dabei werden vielfach auch Mittel eingesetzt,
die im Organismus nicht vorkommen. Bei den Schüsslersalzen
handelt es sich ausschließlich um Substanzen die im gesunden
Körper ausreichend vorkommen. Die Wirkungsweise muss nicht,
wie bei der Homöopathie, immer mit dem Krankheitsbild übereinstimmen.
Kurt Hickethier ( 22. Oktober 1891 bis 2.2.1958 ) kam durch
eigene schwere Krankheit zu den Schüssler Mitteln. Er litt
seit jungen Jahren an Morbus Bechterew und erreichte mit den
Mineralsalzen zwar keine Heilung aber dennoch
Beschwerdefreiheit. Er begründete die Antlitzdiagnostik, mit
deren Hilfe der Geübte leicht feststellen kann welcher
Mineralstoff am nötigsten gebraucht wird. Er fand heraus,
dass ein Mangel an dem wichtigen Blutbildungsmineral Calcium
phosphoricum eine auffallende, wachsartige Blässe in einem
bestimmten Teil des Gesichts verursacht. Calcium phosphoricum
ist außerdem ein wichtiges Mittel bei Krämpfen. Magnesium
phosphoricum ist ebenso ein sehr wichtiges Mittel bei Krämpfen,
doch ein Mangel an Magnesium phosphoricum verursacht eine
besondere Rotfärbung des Gesichts. Und so hat jeder
Mineralstoffmangel seine ganz eigenen Zeichen die in jedem
Gesicht abzulesen sind.
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