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Homöopathische Hausapotheke

Für viele leichte akute Krankheiten und bei Verletzungen ist die Selbstbehandlung mit homöopathischen Mitteln bestens geeignet. Akute Krankheiten sind Beschwerden, die plötzlich einsetzen und wenige Tage bis einige Wochen, im schlimmsten Fall ein paar Monate dauern. Sind sie gut überstanden, tritt im allgemeinen der vorherige Gesundheitszustand wieder ein. Daneben gibt es aber auch akute Beschwerden, die Teil einer chronischen Erkrankung sind. Bitte beachten Sie, dass chronische Erkrankungen nur durch eine(n) Fachmann/Fachfrau, d.h. einem klassisch-homöopathisch arbeitenden Heilpraktiker oder Arzt behandelt werden sollten.

Haftungsausschluss: Die Vorschläge und Empfehlungen auf dieser Website wurden nach bestem Wissen und Gewissen erarbeitet. Dennoch schließt der Autor jegliche Haftung für Personen- und Sachschäden aus

Dosieren Sie so niedrig wie möglich (s.unten). Wenn das Arzneimittel passt, wirkt es auch in der geringsten Dosis.

Dosierungsempfehlung:
1 Globuli C30 trocken auf die Zunge, bei Bedarf ein zweites Streukügelchen in ein Glas Wasser, mehrmals umrühren und von dieser Lösung stündlich ein Schluck einnehmen.
Bei Beschwerdefreiheit können Sie das Arzneimittel absetzen.

Wichtig:
Ist nach 4-6 Stunden keinerlei Besserung der Beschwerden erkennbar, sollten Sie das Arzneimittel überprüfen und eine(n) Fachmann/Fachfrau befragen.

Nehmen Sie immer nur ein Mittel ein, nie mehrere Mittel gleichzeitig, da sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung stören könnten.

Alle aufgeführten Mittel sind in jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich.

 

Blasen- und Harnröhrenbeschwerden

Cantharis: heftige, brennende Schmerzen beim Urinieren, häufiger Harndrang, Urin heiß, tropfenweise Entleerung

Dulcamara: Blasenbeschwerden als Folge von Nässe und Kälte, häufiges Urinieren nach Sitzen im Nassen

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Fieberzustände/Grippe

Aconitum: plötzlicher Beginn, große Unruhe, große Angst, rotes Gesicht aber blaß beim Aufrichten, kein Schweiß, viel Durst, Unterkühlung durch kalten, trockenen Wind

Belladonna: plötzlicher Beginn, Hitzegefühl, besonders im Kopf, dabei kalte Hände und Füße, Schweiß, hochrotes Gesicht, klopfende Kopfschmerzen, Verschlimmerung durch Berührung und Erschütterung

Eupatorium perfoliatum: Zerschlagenheitsgefühl und Schmerzen der Glieder, Fieber und Frösteln oft vormittags zwischen 7 u. 9 Uhr, wenig Schweiß, Erbrechen während Schüttelfrost

Ferrum phosphoricum: blasse, zarte Patienten, die leicht erröten, klopfende Empfindungen, heißer Kopf, kalte Füße, Allgemeinzustand bei Fieber nicht gestört

Gelsemium: Fieber tritt nicht so plötzlich auf wie bei Aconitum und Belladonna, wird nicht so hoch, dauert jedoch länger, Kopfschmerz vom Hinterkopf zu den Augen, wenig Durst, große Benommenheit, Schläfrigkeit, die Augen fallen zu

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Halsentzündung

Phytolacca: Rachen- und Mandelentzündung, heftige Schmerzen mit Ausstrahlung bis zu den Ohren, heftiges Brennen im Hals, kalte Getränke bessern

Belladonna: Hals hochrot und geschwollen

Mercurius solubilis: eitrige Mandelentzündung, übler Mundgeruch, Zahnfleisch geschwollen, auch blutig, Zunge geschwollen, zeigt die Eindrücke der Zähne

Hepar sulfuris: bei Eiterungsneigung, kann gegeben werden, wenn Mercurius versagt, Stechen im Hals wie von einem Splitter

Lachesis: Schwellung der Mandeln, beginnend auf der linken Seite, verbreitet sich dann nach rechts, Leerschlucken oder Schlucken von Flüssigkeiten ist schlimmer als das Schlucken von festen Speisen, Schmerzen bis in die Ohren ausstrahlend, der Hals ist äußerlich höchst druckempfindlich

Apis: starke Schwellung, z.B. glasige Schwellung der Mandeln, des Rachens und des Zäpfchens, stechender, brennender Schmerz, Besserung durch kühle Umschläge, Verschlimmerung durch Wärme und Berührung

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Husten

Aconitum: plötzlicher, heftiger Beginn, Krupp-Husten, der durch Einwirkung von trockener, kalter Luft entstanden ist, Anfälle begleitet von hohem Fieber, Unruhe und Angst

Bryonia alba: trockener Husten mit stechenden Schmerzen in der Brust, die durch jede Bewegung verschlimmert werden, trockener Mund, Durst auf große Mengen Flüssigkeit

Ipecacuanha: rasselnder Husten, erstickend, Brust voll Schleim, Husten begleitet von Übelkeit und Erbrechen

Achtung: Länger anhaltender Husten gehört in die Hände eines(r) Fachmanns/Fachfrau!

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Lumboischialgie (Hexenschuß)

Rhus-toxicodendron: Folgen von Verheben, von Überanstrengung

Bryonia alba: jegliche Bewegung verschlimmert

Nux vomica: Patient muß sich aufsetzen, um sich umdrehen zu können, Folgen von kaltem Luftzug, Kälteempfindlichkeit

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Magen-/Darm-Beschwerden

Arsenicum album: Übelkeit und Erbrechen nach Eis, kalten Getränken und Obst, brennende Magenschmerzen; eines der wenigen Mittel mit brennenden Schmerzen, die durch Wärme gelindert werden! Verschlimmerung gegen Mitternacht

Bryonia: Gefühl, als wenn "ein Stein im Magen läge", heftiger Durst, Übelkeit, Erbrechen, schlimmer bei der geringsten Bewegung, Durchfall schlimmer am Morgen, nach Bewegung, oft infolge von Überhitzung im Sommer

Nux vomica: ebenfalls Gefühl, als wenn "ein Stein im Magen läge", Übelkeit und Erbrechen nachmittags und nach dem Essen, Beschwerden durch Arzneimittelmissbrauch, Kaffee, Tabak oder alkoholische Getränke

Pulsatilla: wenig oder gar kein Durst, Übelkeit von zu üppigen Mahlzeiten, fetten Speisen, Backwerk, Verschlimmerung abends und im warmen Zimmer, Verlangen nach frischer Luft

Carbo vegetabilis: Durchfälle und Übelkeit, übermäßige Blähungen, Auftreibung des Bauchs, Abgang von Winden und Aufstoßen erleichtert, Unverträglichkeit und Folgen von fetten Speisen, Verlangen nach frischer Luft, Brennen im Magen, außerordentliche Schwäche
Kommt als Folgemittel in Frage, wenn Pulsatilla nicht hilft

Veratrum album: heftige Durchfälle mit Kollapsneigung, große Schwäche mit kaltem Schweiß in Gesicht und auf der Stirn

Ipecacuanha: beständige Übelkeit, Magenstörungen durch unbekömmliche Kost wie Torten, Eiscreme, fetten Speisen; Pulsatilla kommt mehr in Betracht, solange die Nahrung noch im Magen ist, Ipecacuanha, wenn bereits erbrochen wurde, die Übelkeit jedoch fortbesteht

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Ohnmacht/Kollapsneigung

Veratrum album: extreme Kälte des Körpers, reichlich kalter Schweiß auf Stirn und Gesicht, unstillbarer Durst auf kalte Getränke

Camphora: Körper kalt, blau, trocken, wenig Schweiß, Kollaps mit kalter, spitzer Nase

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Ohrenschmerzen/Mittelohrentzündung

Aconitum: plötzlich beginnende Ohrenschmerzen, vor allem nachts, Patient wirft sich vor Schmerz hin und her, große Angst, Folgen von kaltem, trockenem Wind

Ferrum phosphoricum: falls erforderlich als Folgemittel von Aconitum

Chamomilla: drückender, reißender Ohrenschmerz, welcher zum Schreien zwingt, empfindlich gegen kalte Luft, Schmerzen treiben nachts aus dem Bett, Umhergehen bessert, bei Säuglingen bessert das Umhertragen, Wärme verschlimmert

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Regelschmerzen

Magnesium phosphoricum: schmerzhafte Regelkrämpfe, besser durch Wärme und Druck

Pulsatilla: Regelschmerzen bei später oder unterdrückter Monatsblutung, veränderliche Blutung, mal stark, mal schwach, weinerliche Stimmung, mal sanft und freundlich, dann wieder reizbar

Chamomilla: Regelschmerzen durch Wärme verschlimmert, treiben nachts aus dem Bett, Umhergehen bessert, Patientin äußerst ärgerlich, übelgelaunt, schnippisch

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Schlaflosigkeit

Coffea: nervöse Schlaflosigkeit

Cocculus: Beschwerden durch Schlaflosigkeit, Nachtwachen oder Überarbeitung

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Schreck/Schock

Aconitum: Folgen von Schreck, Angst bis zur Panik, schreckgeweitete Pupillen, Blässe beim Aufrichten

Opium: Folgen eines heftigen Schrecks/Schocks, Patient schreit, kann sich nicht beruhigen, phantasiert oder ist apathisch, nimmt nichts wahr, Schmerzlosigkeit, Reaktionsmangel

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Sonnenbrand/Verbrennungen

Belladonna: hochrote Haut, Verbrennungen 1. Grades

Cantharis: Blasenbildung auf der Haut, Verbrennungen 2. Grades

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Sonnenstich

Belladonna: Folgen von starker Sonneneinwirkung, hochrotes Gesicht, rote Haut, trockene Hitze pulsierende Kopfschmerzen, Benommenheit, Delirium

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Unfälle

Arnica: Prellungen, Quetschungen, Blutergüsse, Überanstrengung (z.B. Muskelkater), empfindlich gegen Berührung, Zerschlagenheitsgefühl am ganzen Körper.
Bei Unfällen oder Verletzungen möglichst früh anwenden!

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Verrenkungen/Zerrungen

Rhus-toxicodendron: Verstauchungen, Zerrungen, Sehnenscheidenentzündungen, Folgen von Überanstrengung, Kälte und Ruhe verschlimmern, Wärme bessert

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Zahnungsbeschwerden bei Kindern

Chamomilla: Kind schreit, ist übelgelaunt, nur ruhig, wenn es umhergetragen wird, eine Wange ist rot und heiß, die andere blaß und kalt

Belladonna: Zahnungsbeschwerden mit Fieber, hochrotem Gesicht, klopfende, pochende Schmerzen

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